Freitag, 14. Oktober 2011

Ein klitzekleiner Zwischenbericht

Mittlerweile sind die Bänder geflochten.
The braids are all done.
In Kürze ist dann das Schnittmuster für das Winterensemble an der Reihe.
Diesmal geht es allerdings eher gemächlich vonstatten, denn - dem ein oder anderen ist das schon bekannt -  zur Zeit arbeite ich noch mit dem Herrn des Hauses an der Restauration eines alten Stuhls aus dem frühen Biedermeier. Die Holzarbeiten sind mittlerweile abgeschlossen und dieses Wochenende steht uns das "Abenteuer Polstern" ins Haus. Die benötigten Utensilien, wie Leinengurte, Leinen, Federn, Rosshaar und Afrik sind bereits vorhanden und warten auf die Verarbeitung.
So sah der Stuhl übrigens vor kurzem aus...weitere Bilder folgen hoffentlich...
Soon I'll start with the pattern for the winter habit.
This time the progress is going quite gradually, as - some of you already know - my husband and I are also working on the restauration of an old chair from the early Biedermeier. Meanwhile the woodwork is completed and we're facing the "adventure" of upholstery. Linen belts/straps, linen, springs, horsehair and afrique are eagerly waiting for manufacture.
This is the chair few weeks ago - pity...hopefully I'll have some progress pictures here soon...




Montag, 10. Oktober 2011

Das ist...ausgezeichnet!

Zu meiner großen Überraschung und Freude hat Samantha von The Couture Courtesan meinen blog mit dem Duchie Award ausgezeichnet.
Mein erster Award...über den ich mich außerordentlich freue, dessen Weitergabe mich aber auch ein wenig bang macht, denn eigentlich haben ihn alle blogs, die ich täglich verfolge, verdient. Auch wenn einige davon einen anderen Ansatz haben, so inspirieren sie mich doch alle ungeheuer beim Nähen!
To my great surprise and joy Samantha from The Couture Courtesan has chosen my blog for the Duchie Award.
My very first award...about which I'm truly happy, but I'm kind of afraid to decide on further picks as all of the blogs I daily read are worth receiving it! Even those with a different approach to sewing are highly inspiring to me!

When you receive a Duchie Award, post on your blog (in any order):

  • Five things you love about historical costuming/wearing vintage clothing
  • Three (or more) blogs to pass the Duchie Award onto
  • A link back to the blog who awarded you the Duchie
Fünf Fakten/ Five facts:
1. Es erstaunt mich immer wieder, was man mit dem winzigkleinen Werkzeug "Nadel" alles schaffen kann
I'm always amazed what a wee little tool like the "needle" is able create
2. Ich liebe Geschichte (und bedauere noch immer, dass ich Geschichte nicht offiziell studiert habe!) und finde es interessant mich der Zeit über die Mode zu nähern
I love history (and still regret that after graduation I didn't study history...sigh) and I love to approach an era via fashion
3. Bei jedem Projekt gibt es etwas neues zu lernen und zu entdecken
With each project I learn something new and exciting
4.Man lernt unglaublich nette und interessante Leute kennen
You'll get to know such lovely and interesting people
5. Katzen werden von kostbaren Stoffen irgendwie magisch angezogen...und ich liebe Katzen
Cats seem to get magically attracted by beautiful fabrics...and I do love cats:)))

Und nun kommen wir zum schwierigen Teil...ich habe jene Blogs gewählt, die viel mit meiner Lieblingsepoche gemeinsam haben und auf denen ich bereits heimlicher Stammgast war, lange bevor ich überhaupt selbst einen Blog hatte. In keiner bestimmten Reihenfolge:
And now the more difficult part...I've picked those blogs, which are closely connected to my favourite era and on which I already lurked long before I've had my own blog. In no particular order:

Ich bin immer wieder überwältigt über Natalies ausführliche Studien und die Kleider die daraus resultieren.  
I love Natalie's detailed research and the amazing dresses which result from it.
Lauren bleibt ihrer Epoche treu und überrascht uns immer wieder mit unglaublichen Kleidern für Damen und Herren. (Nebenbei bemerkt liebe ich die Abenteuer ihrer Hühner!)
Lauren is devoted to the beautiful late georgian era and always amazes us with the most beautiful creations for ladies and gentlemen. (...and "off topic": I love to read about her chickens!)
Alisa schreibt ihre Einträge stets mit ungeheuer viel Herzblut und ihre Kostüme sind umwerfend, ob Regency oder Rokoko
Alisa blogs with such a lot of Herzblut (devotion) and her creations are beautiful, Regency and Rokoko alike
Cecilias Werke sind brilliant recherchiert und außerdem ist sie in allen Nählebenslagen unglaublich hilfsbereit. Und Regencymode steht ihr einfach gut;)
Cecilia's garments are very well researched and she always lends a helping hand and advice. Plus she simply looks cute in Regency dresses;)
Natalies Seite ist ein Muß! 
Ihre Arbeit ist wirklich inspirierend und ich freue mich über jeden neuen Blogeintrag! Einzigartig!
Natalie's blog is a must-see! 
Her work is highly inspiring and I'm looking forward to reading any of her posts! Sublime!

Und viele weitere Inspirationen sind unter der Rubrik "Tägliche Lektüre" zu finden!
For more inspiration please check the side bar "Tägliche Lektüre"!


Sonntag, 9. Oktober 2011

Von kühlem Wetter und warmer Wolle...

Da wir binnen weniger Tage von sommerlichen Temperaturen zu kühlem Herbstwetter gelangt sind, 
ist es an der Zeit mich allmählich ernsthaft an mein Winterensemble nach dem 1813  Modekupfer des La Belle Assemblée zu begeben.
Ich habe schon vor einiger Zeit (als an Winter noch nicht zu denken war) einen schönen Wollstoff in wollweiß erworben, denn der als "steinfarben" bezeichnete Originalfarbton schmeichelt nicht gerade meinem Teint. Passend dazu soll es eine Verzierung geben, die im Originaltext etwa wie folgt lautet "...und vollständig über den Busen verziert mit einer beträchtlichen Reihe in passend gefärbtem Seidenbandgeflecht".
As our weather changed within few days from sunny summer temperatures to cool autumn breeze, it's eventually time to start working on my winter ensemble from the La Belle Assemblée 1813 fashion plate.
Some months ago (when nobody spent a single thought about winter) I purchased a lovely wool fabric in a beautiful white, as the original "stone" colour would not meet my complexion very well. Matching to it I need embelishment, which was described as follows in the original text "...and ornamented entirely across the bosom with a thick row of rich silk braiding to correspond"
Leider nur dürftig als "Striche" am Spencer auszumachen, die waagerechten Reihen des Zopfbandes
Unfortunately only recognized as small lines at the Spencer's front, the horizontal rows of braiding

An Seidengeflecht in der passenden Farbe war nicht zu denken, also entschied ich mich ein Zopfgeflecht aus Schurwolle in wollweiß herzustellen. Zwanzig Bänder müssen es am Ende sein...mir wird in den nächsten Tagen also nicht langweilig werden.
I soon skipped the idea to find a source for silk braiding in a matching color, thus I decided to braid with pure wool in white. I'll need twenty rows in the end...well no chance of getting bored the next few days.


Sonntag, 2. Oktober 2011

Dutch Print Shortgown

Bei meinem letzten Besuch auf einem holländischen Textilmarkt in der Nachbarstadt, hielt ich - wie das so ist - plötzlich einen schönen Druckstoff in der Hand, der holländischer hätte nicht sein können:
rot, blau und weiß mit stilisierten Windmühlen.
Und da ich schon seit einiger Zeit mit den praktischen und äußerst farbenfrohen Kurzroben auf Meg Andrews Seite (hier und hier) geliebäugelt hatte, mußte ich nicht lange überlegen.
Ich entschied mich für einen Mix verschiedener Elemente von der oben genannten Seite: hier gefiel mir die Rückenpartie gut, dort die Falten - wichtig war mir allerdings die recht kurze Form, sowie die kleinen Knöpfe hinten und die zweiteilig geschnittenen Ärmel.
During my recent visit to a fabric market in my neighbourhood town, I - accidently like always - stumbled over an amazing cotton print fabric, which couldn't be more dutch:
coloured blue, red and white with tiny windmills.
And as I fancied the beautiful and colourful shortgowns on Meg Andrews site (here and here) for quite some time, I quickly made the purchase.
I decided to constructed a shortgown based on the two more colourful pieces on the above mentioned site: here I favoured the back cut, there the pleats - very important to me were the quite short cut of the garment, the lovely three buttons on the back and the two-pieced sleeves.
Und dabei heraus kam ein wunderbar bequemes zeitgenössisches Alltagskleidungsstück.
And the result was a very comfortable period everyday garment.

Hier trage ich den Shortgown zusammen mit (passender Unterkleidung) einem weißen Rock, einem Fichu und einer Haube, die dem Bild von Wybrand Hendriks nachempfunden ist.
I wear the shortgown with (appropriate underwear) a white skirt, a fichu and a cap, which was inspired by the one in Wybrand Hendriks' painting.


Der "tiefe" Rücken, mit den vielen Falten und drei Deathhead Buttons...und, huch! Das Fichu geziemt sich unartig!
The "low" back with lots of pleats and three deathhead buttons...and, oops! The fichu behaves unruly!

Auch bei einem der Originale blitzt ein farbenfrohes Innenfutter hervor, deshalb entschied ich mich bei diesem Projekt dazu, ein paar Baumwollstoffreste zu verwerten. Selbst für den rot-weiß-gepunkteten Stoff gibt es einen Beleg (Poke Bonnet Futter im Buch "Hats & Bonnets" von der Snowshill Collection) - überhaupt schienen Punkte in der Zeit nach 1810 häufig Verwendung zu finden.
Die Kurzrobe wird vorne mit verdeckten Bändern geschlossen, außerdem sind außen noch Bänder aus dem Druckstoff. 
Auf diesem Bild erkennt man auch den schmalen Schnitt der mittleren Rückenpartie und den Schnitt der zweiteiligen Ärmel.
One of the original pieces also has a quite colourful lining, thus I decided to take a few cotton patches for this project. Even the dotted fabric is period (there's a poke bonnet with a red/white dotted lining in the book "Hats & Bonnets" from the Snowshill Collection) - in general dotted fabrics seemed to be fashionable from the 1810s onward.
The shortgown is closed with two ribbons in the front and a third ribbon (outside) in self fabric.
The photo above shows the small cut of the back piece and the two-pieced sleeves.

Die Rückenansicht mit den Deathheadbuttons (blauer Grund mit roten Windmühlenflügeln) und die vielen Falten
The back view with deathheadbuttons (blue foundation with a red Windmillcross) and the deep pleats


Donnerstag, 29. September 2011

Fundstücke September

In der herrlichen dreiteiligen Dokumentation "At Home with the Georgians" 
(gibt es übrigens auch auf DVD!), betont Amanda Vickery immer wieder den Stellenwert von Eigentum durch alle Schichten im georgianischen Zeitalter, gleichgültig ob es sich um ein Haus, einen Schrank oder oder um einen kleinen abschließbaren Kasten oder eine Truhe handelt: 
immer war der Schlüssel buchstäblich der "Schlüssel" zum Besitz!
In her brilliant series "At home with the Georgians" (which is also available on DVD!), Amanda Vickery emphazises the importance of property through all social classes during the georgian era, no matter wether it's a house, a closet or a small box or chest:
the key is literally the "key" to property!

Ein Schlüssel hütet natürlich auch immer ein Geheimnis...und vielleicht ist das der Grund, warum uns abschließbare Kästen und Geheimfächer auch heute noch derart faszinieren. Als ich vor kurzem auf einem Trödelmarkt einen (etwas heruntergekommenen) Reisesekretär erstanden habe, war die Freude riesig und ich konnte es kaum abwarten, ihn daheim unter die Lupe zu nehmen!
A key always symbolizes to be the keeper of a secret...maybe that is the reason, why boxes with keys and secret compartments still fascinate us today. When I recently purchased a bargain writing box on a antique market, I was all joy and I couldn't wait examining it thoroughly at home!


Die Verwendung von Mahagoni und  schmalen "Schwalbenschwänzen" als Verbindungen deuten auf einen englischen Ursprung hin. Das Alter ist schwer einzuschätzen, dürfte aber zwischen 1840/50 bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts liegen. Zum Vergleich: ein wirklich wunderschönes und viel älteres Stück ist im Besitz der Lady of Portland House
Die Kästen werden zumeist als "Reisesekretär", "Schreibkasten" oder auch "Feldsekretär" bezeichnet.
Augenscheinlich war mein Stück häufig in Gebrauch (vielleicht auch unterwegs in der Kutsche?!) - zahlreiche Tintenflecke legen Zeugnis davon ab.
The use of mahogany wood and the small dovetails point to an english origin. It's difficult to make a guess about the age, but most probably it was built between 1840/1850 to the beginning of the 20th century. For comparision: the lovely Lady of Portland House owns a very beautiful and much older writing box.
These boxes are known as "portable secretaires", "writing boxes" and "(battle)field writing boxes".
Apparently my piece was used quite often (maybe even in a carriage?!) - lots of inkspots tell the story.

Die Schreibfläche ist mit violettem Samt bezogen. Das originale Tintenfässchen war noch dabei. Die Schublade lässt sich nur öffnen, wenn die komplette Box geöffnet ist und ein Messingstift herausgezogen wird. Die Schreibflächen lassen sich ebenfalls hochklappen, dort verbergen sich weitere Fächer zur Aufbewahrung von Briefen, sowie ein Holzbrett mit zwei Messingstiften, das außen am Deckel angebracht werden kann und den Schreibkasten in eine Lesehilfe verwandelt.
The writing surface is covered with purple velvet. The box came with the original inkpot. The drawer can only be opened after openening the box with a key and removing a brass pin on top.
The writing surfaces hide two further compartments, where letters could be stored. There's also a wooden piece with two brass pins, which can be attached to the top of the box and transfrom it into a bookstand.

 Und weil man ja leider nicht alle Flohmärkte und Antikmärkte besuchen kann, hier noch ein wunderschöner Blog, der zum Stundenlangen Stöbern, Träumen und Schwärmen einlädt:

And as there's no chance to go see all the magical Antique markets, here's a link to a beautiful blog to spend hours and hours swooning and dreaming:


Donnerstag, 22. September 2011

1815 LACMA Spencer oder: eine Studie in Whiskybraun

Seit ich das erste Mal das Buch "Fashioning Fashion" durchgeblättert habe, ging mir der braune Spencer nicht mehr aus dem Gedächtnis. Und nachdem ich mein Abendkleid aus Perkale mit den Bouffonés genäht hatte, stand fest, dass es nun an der Zeit war mich an dem Spencer zu versuchen.
Glücklicherweise stieß ich auf der Suche nach weiteren Bildern des Spencers auf die Seite der LACMA .
Allein die Suche nach dem Stoff gestaltete sich ein wenig schwierig. Der Baumwollstoff in Leinwandbindung sollte ein wenig Festigkeit und Stand aufweisen, denn immerhin ist der Spencer nicht gefüttert. 
Aber die Farbe! Schließlich entschied ich mich für einen Braunton mit dem Namen "Whisky" - und nebenbei bemerkt findet der sich auf dem Modekupfer, das in besagtem Buch neben dem Spencer abgebildet ist. Die Wahl konnte also nicht ganz verkehrt sein.
Ever since I leafed through the book "Fashioning Fashion" for the first time, I was hooked by the gorgeous brown spencer. And after finishing my robe de perkale with the bouffonés, I was determined to give the spencer a try.
Luckily I've found further detailed photos of the garment on the LACMA website.
The search for a proper fabric was kind of a challenge. I wanted the cotton in plain weave to be sturdy and with a certain stand, as the spencer isn't lined. 
But - oh - the colour! Finally I decided on a colour in a brighter brown which is called "whisky" - and I may add that this colour is also shown in the fashion plate next to the spencer in said book. Thus my choice could not be completely wrong.

Meine Interpretation in Whiskybraun/ my interpretation in whiskybrown

Bei dem Schnitt des Originals sitzen die oberen Puffärmel genau an den Schulterspitzen. 
Die Abnäher wurden in einer kontrastierenden Farbe genäht und der Spencer verlangte nach Unmengen von Paspeln in verschiedenen Stärken. Die Knöpfe sind mit dem Oberstoff bezogen.
The puffed sleeves of the original do sit on the very tip of the shoulders.
The darts and visible seams on the back are stitched in contrasting colors and the spencer called for plenty of piping. The buttons are covered in self-fabric.

Leider gibt meine Kamera hier die Farbe nicht richtig wieder/ unfortunately my camera does not show the true colours here
Die Rückseite des Originals ist leider nirgendwo abgebildet, ich entschied mich für eine schlichte Variante, allerdings mit kontrastierenden Nähten entlang der Säume.
Nebenbei habe ich eine interessante Anregung für ein zukünftiges Projekt (das Winterensemble aus Wolle) bekommen, denn im Original hat der Spencer noch Haken entlang der hohen Taillie innen, um dort einen Rock zu befestigen - darauf habe ich in diesem Fall - wie die Bilder zeigen - verzichtet.
Unfortunatley there's no view of the back available, I went for a plain back, but added contrasting stitches on the seams.
And as a bonus I've got a nifty idea/inspiration for my upcoming project (a woolen winter ensemble), because the original spencer has a fastening inside along the waistline to attach a skirt - I haven't added that in my spencer this time - as the pictures reveal.


   


Durch die Chemisette wird das Ballkleid im Nu zu einem Promenadenkleid. Außerdem trage ich die passende Unterkleidung (Unterkleid, Kurzkorsett und Unterrock), sowie ein Retikül und einen Schal.
Und nach all der Arbeit gönn ich mir nun - passend zur Farbe - ein kleines genüssliches Schlückchen Glengoyne Singly Malt. Prost!
With the chemisette the robe turns into a lovely promenade dress. I wear a shift, short stays, a petticoat, reticule and shawl with this dress.
And finally after all the work being done I enjoy - according to the colour - a tiny dram of Glengoyne single malt. Cheers!

Mittwoch, 7. September 2011

Eine kleine Reise...

In den letzten Tagen blieb es hier recht still, das lag darin begründet, dass alle Zeichen auf Urlaub standen und wir ein paar kleine Abstecher in die Umgebung unternommen haben.
Inspiriert durch Alisa von Munich Rococo's wunderschöne Berichte aus Bayern, gebe ich heute einen kleinen Einblick in ein besondere Sehenswürdigkeit in Westfalen, die auch eine Reise wert ist. 
It was quiet here the past few days, due to us enjoying our holidays. We've taken some lovely little day trips recently. Inspired from Alisa of Munich Rococo's beautiful reports about Bavaria, I'd love to share one beautiful sight of Westphalia, which is also worth a visit.


Dieser verwunschene Pfad führt zum Schloß Nordkirchen, das auch den Namen "Das Versaille Westfalens" trägt. Erbaut wurde es vom berühmten Barockarchitekten Johann Conrad Schlaun (1695-1773), dem das Münsterland viele wunderschöne Gebäude zu verdanken hat. Sein Markenzeichen war die Verwendung von rotem Ziegel in Kombination mit hellem Sandstein.
This enchanted path leads to the palace of Nordkirchen, which is also known as Westphalia's Versaille. It was built by the famous baroque architect Johann Conrad Schlaun (1695-1773), whose buildings are aplenty throughout the Münsterland area. His hallmark was the use of red bricks in combination with sandstone.
 Leider war der Himmel ein wenig bedeckt...
Unfortunately we've had grey skies...

...aber der Schönheit wird man trotzdem gewahr.
...but you can still capture the place's beauty.
 
Das Schloß dient heute als Sitz für die Fachhochschule für Finanzen des Landes Nordrhein Westfalen. Aus diesem Grund sind nur einige wenige Zimmer zur Besichtigung frei und das auch nur an sonntäglichen Führungen oder nach vorheriger Anmeldung.
Today the palace is the Technical College of Finances of Northrhine Westphalia and only a few rooms are open to the public on Sunday's guided tours or on prior appointment.

Der Blick vom Schloß in den baraocken Garten
The view from the palace over the baroque garden

Eines meiner liebsten Gebäude Johann Conrad Schlauns ist das Rüschhaus in der Nähe der Stadt Münster. Er erwarb es im Jahre 1743 für sich selbst und nutzte es als Sommerresidenz. Es ist klein, aber voller Charme. Das war es sicherlich auch, was die Familie von Droste-Hülshoff im Jahre 1825 veranlasste das wunderschöne Gebäude zu erwerben.
One of my favourite Johann Conrad Schlaun buildings is the Rüschhaus close to the city of Münster. He purchased it back in the year 1743 as a summer's retreat for his family. It's quite small compared to the other buildings, but very charming. This was probably one of the reasons for the family of Droste-Hülshoff to purchase it in the year 1825.
 Die berühmte Dichterin Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848) verbrachte zwanzig Jahre im Rüschhaus und verfasste dort unter anderem "Die Judenbuche".
Es ist auch noch eine Inventarliste vom Rüschhaus aus der Feder Annette von Droste-Hülshoffs erhalten.
The famous poet/writer Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848) spent twenty years at the Rüschhaus, where she wrote her novel "The jew's beech".
There's a very interesting inventory list from the Rüschhaus online, if you'd like to have a look on Annette von Droste-Hülshoff's handwriting.