Samstag, 3. Dezember 2016

Das Thaumatrop: Augentäuscher und Wunderscheibe

Allmählich nähert sich dieses, vielfach als merkwürdig bis hin zu erschreckend empfundene, Jahr seinem Ende und es verabschiedet sich mit seinem frostigen Samt auf Feld und Flur.
Diese kalte Jahreszeit nährt das Verlangen nach Süßspeisen und warmen Getränken und oftmals auch nach etwas Wärme für's Gemüt, kurz: Spielzeug, das einen dafür entschädigt, dass man nicht vor die Türe kommt.
Optische Spielereien erfreuten sich dabei schon immer großer Beliebtheit. Heute möchte ich eine kleine Kostbarkeit vorstellen, die - allen Bemühungen Hollywoods sie in die Zeit vor 1800 zu deklarieren zum Trotz - im Jahre 1825 erstmals in einschlägigen Journalen und Enzyklopädien auftauchte: das Thaumatrop.
Gradually this, often referred to as weird or even scary, year comes to an end and it takes leave with it's frosty velvet spread over the meadows and woods.
This cold season nourishes a yearning for sweets and warm beverages as well as for  warmth to the soul, in short: toys, which compensates for the lack of outdoor activities in the cold.
Optical illusions always have been popular. Today I would like to introduce a little gem, which - despite all efforts from Hollywood to put it in the time before 1800 - first was mentioned in the year 1825 in journals and encyclopedias: the thaumatrop.
Das gängigste Thaumtrop, der Vogel im Käfig (Quelle/source: accesoriosfimo via pinterest)
Die Bezeichnung "Thaumatrop" (griechisch "Thauma" = Wunder, "Trope" = Wendung) und seinen Statuts als Spielzeug erhielt es Mitte der 1820er Jahre durch William Henry Fitton und Dr. John Ayrton Paris. 
The term "thaumatrop" (greek "thauma" = wonder, "trope" = turner) and it's status as an optical toy were established in the mid 1820s by William Henry Fitton and Dr.John Ayrton Paris.

Für meine Wunderscheibe wählte ich dennoch ein früheres Motiv aus der Sammlung des British Museums, es handelt sich dabei um die Darstellung Le Bon Genre, La Dansomanie von 1802.
However I've chosen an earlier motive for my wonderturner, it's taken from the collection of the British Museum, Le Bon Genre, La dansomanie from 1802.

Die Materialliste ist recht überschaubar. Neben einem schönen Motiv bedarf es lediglich einer Pappscheibe (cremefarbene Finnpappe) und einem Band.
The list of materials is rather short. Next to a lovely motive, all it calls for is a piece of cardboard and two strings.
Das Papier wird mit Stärkekleber aufgebracht...
The papers are added with glue...
...und der Augentäuscher dann mit Bändern versehen.
...and the wonderturner then receives it's strings.

Der Geiger...
The violinist...
...und seine Tänzerin.
...and his dancer.

Durch Vorderseite und Rückseite getrennt, finden sie durch rasches Drehen der Bänder zusammen.
Separated through front and back, they'll eventually find together while quickly turning the strings.
Ein feines, kleines Geschenk, das in seiner herrlichen Nostalgie auch heute noch Freude bereitet.
Es lässt sich wunderbar in einem Brief versenden oder als zusätzliche Gabe einem Geschenk beilegen.
A fine gift, which still brings joy in it's lovely nostalgia. It can easily be sent in a letter or added to a present.

Montag, 14. November 2016

1799 Costume Parisien Chapeau à la Minerve

Kaum hatte ich im Frühjahr die Arbeiten an dem Costume Parisien Witterhorn Hut abgeschlossen, fand ich Geschmack an der verrückten Konstruktion eines weiteren französischen Hutes, der auf solch wunderbare Art und Weise die Hutmode der Zeit um 1800 widerspiegelt.
In meine Schwärmerei stimmte bald eine liebe Freundin ein und wir beschlossen, dass der Hut nach Fertigstellung ihren Kopf behüten sollte.
I hardly had finished the work on my Costume Parisien Witterhorn Hut, when I was attracted by the weird construction of another french hat, which displayed the height of fashion in headwear around 1800 wonderfully.
Soon a friend chimed into my rejoice about the hat and we agreed, that it would adorn her head once finished.
An 7 (1799) Costume Parisien, No. 90 Chapeau a la Minerve (Quelle/source: via pinterest)
Während sich die zukünftige Trägerin auf die Suche nach geeignetem Seidentaft begab, durchforstete ich weitere Modekupfer und erwarb die restlichen Materialien auf einem Antikmarkt.
While it future owner starts to look for suitable silk taffeta, I researched some similar fashion plates and purchased the required materials on an antique market.
An7 (1799) Costume Parisien, No 91 Chapeau a la Minerve (Quelle/source: Rijksmuseum)
Dem gewünschten Modekupfer No.90 folgte im Jahr 1799 der oben abgebildete Stich, der weitere Hinweise auf die Konstruktion lieferte...
The desired fashion plate No.90 was followed by the print above in the year 1799, it revealed further details for the reconstruction...
An7 (1799) Costume Parisien, No.92 Chapeau a la Minerve (Quelle/source: Dames a La Mode)
...ebenso wie der Kupfer in der darauf folgenden Ausgabe.
...just like the plate in the edition after that.

Nachdem die Konstruktion durch Finnpappe und Steifleinen Form angenommen hatte, galt es eine Alternative für die Kette zu finden, die im Text des Journal des Dames et des Modes No. XXIX 30 pluviose an7 nur vage beschrieben wurde [...] enjolivé de gances noires [...]
Meine Suche nach passenden Kettengliedern, die nicht zuviel Gewicht auf die Kopfbedeckung geben würden, blieben erfolglos, zudem wirkte die Kette in dem Kupfer eher weich und wenig metallisch, also nahm ich Draht und umwickelte ihn mit schwarzer Wolle.
After the construction took shape with the help of cardboard and buckram, I needed to find an alternative for the chain, which was only vaguely described in the text of the Journal des Dames et des Modes as No. XXIX 30 pluvoise an7 [...] enjolivé de gances noires [...]
My search for matching chain pieces, which wouldn't add too much weight on the headwear, remained unsuccessful, furthermore I had the impression that the chain in the plate seems soft and not metall made, hence I've decided on a wire, which was wrapped with woolen thread.
 
Die Arbeit nahm ein wenig Zeit in Anspruch, aber das Ergebnis rechtfertigte die Mühen... 
The work took quite a while, but the result was worth all the labour...

Der Hut aus Finnpappe wurde mit Flanelltuch gegen etwaige Unebenheiten bezogen. Die Krone des Hutes besteht aus einem Drahtrund und Steifleinen und ist leicht gewölbt.
Weiteres Material war ein cremefarbenes, seidenes Hutband, zugeschnitten Schrägband in Schwarz aus Chintz, ein schwarzes Kinnband, eine kleine Schnalle und natürlich gelber Seidentaft.
The hat base of cardboard was covered with a flannel layer to settle possible unevenness. The crown was made from wire and buckram and is slightly domed.
I also used the following material: creme-coloured silk groisgrain, bias cut ribbon from black chintz, a chin strap and a buckle and silk taffeta in yellow.


Die Form eines Helmes ist gut zu erkennen. Zunächst wird der vordere Teil bis zum Hutband mit der Seide bezogen, hier liegt der Stoff sehr eng an. Der Rest des Hutes wird dann mit einem Schlauch aus Seidentaft bezogen und in Form gebracht.
The shape of a helmet is evident. First the front of the hat up to the hat band is covered with the taffeta, the fabric must embrace the base smooth and snug. The rest of the hat then is covered with a taffeta tube, which is put in shape and then stitched down.

Das Hutband verdeckt geschickt die Nahtstelle.
The hat band hides the connection of the two pieces of taffeta.
 

Hier zeigt sich sehr schön, dass der Hut etwa auf der Höhe des Hutbandes auf dem Kopf aufliegt und der Hut so in Balance gehalten wird.  
The hat rests on the top of the head at the height of the silk hat ribbon, this is how the hat is balanced.



Für das Futter habe ich Baumwolle verwendet.
I used cotton for the lining.
Die Anlehnung an einen Helm ist unverkennbar.
The helmet shape is apparent.

Die linke Seite wird im Kupfer nicht offenbart. Ich hatte künstlerische Freiheit bei der Gestaltung und entschied mich für eine gefächerte Faltenlegung, da ich die Form einer Blume für einen Minervahelm unpassend fand.
The left side isn't revealed in the plate. I took the liberty of art to shape the taffeta into fan-like pleats, instead of forming a flower, which I thought unsuitable for a minerve helmet.

(copyright Julia Bennett Nelsen, The Bohemian Belle)
Der Hut kleidet Madame, hier im Bild mit Mme Bennett und der entzückenden Mlle Josephine, vorzüglich und ergänzte ihr wunderschönes Ensemble aus dem Jahr 1798/99 wunderbar bei einem Besuch auf Herzogin Anna Amalias Landsitz in Tierfurt.
The helmet shaped hat beautifully adorns Madame, in the picture with Mme Bennett and the charming Mlle Josephine, and completed her fashionable 1798/99 ensemble during our visit on Duchess Anna Amalias country estate in Tiefurt.

(copyright F.Robardey)
Zwei geschätzte Reisebegleiterinnen. Madame gemeinsam mit Mme R. im Musikzimmer auf Schloss Tiefurt, das an dem ungewöhnlich warmen Septembertag ein herrlicher Rückzugsort war.
Two much appreciated travel companions. Madame together with Mme R. in the music chamber in Schloss Tiefurt, which was a lovely retreat on that unusually warm September day.

Montag, 7. November 2016

1796 Aufsatz zum Halb-Anzug

Bei der Ausstattung eines Ensembles ab Mitte der 1790er Jahre darf eine der sonderbaren Kopfbedeckungen nicht fehlen: der Aufsatz. Was für unser modernes Auge ein wenig schrullig anmutet, war damals ein beliebter Kopfputz zum Halb-Anzug. Zu jener Zeit hatten Frisur und Hutmode in ihrer Größe im Gegensatz zu den ausgehenden 1780er und frühen 1790ern eingebüßt, aber nicht in ihrer Beliebtheit.
A certain headwear should not be missing when it comes to ensembles of the mid 1790s: the head piece. What appears a bit eccentric to our modern eyes, was a popular accessory for the half dress. At that time the sheer size in headwear and hairdos has decreased, but that surely didn't apply to it's popularity.
1796, Februar, Tafel 5, Journal des Luxus und der Moden, Moden-Neuigkeiten (Quelle/source: thulb Uni Jena)
Für meine Nacharbeitung wählte ich Finnpappe, schwarzen Baumwollchintz, schwarzen Seidengaze aus altem Bestand (ein großzügiges Geschenk von Monsieur T.) und ein herrliches gefältetes Seidenband in Grün (ein liebes Geschenk von Natalie). Dazu eine schwarze alte Seidenschleife.
I've chosen cardboard, black cotton chintz, black silk gauze from antique stock (a generous gift from Monsieur T.) and a beautifully pleated silk ribbon (a lovely gift from Natalie) to serve for my recreation. I also added a black old stock silk ribbon tie.
Zunächst wir die Pappe von beiden Seiten mit dem Chintz bezogen, wobei er von außen in Falten aufgelegt wird. Der Stoff wird an den Kanten eingeschlagen und mit Überwendlichstichen zusammengenäht. An der unteren Kante wird das grüne Seidenband mit eingenäht.
Die Puffen ringsum wurden aus dem Seidengaze gefertigt. Eine große Seidengaze-Schleife ziert den Hinterkopf, eine kleine Seidenschleife die Stirn.
First the cardboard is covered with the chintz from both sides, while the fabric on the outside is set in pleats. The fabric is turned in at the edges and sewn together with overcast stitches. At the lower edge the green silk ribbon is sewn into the chintz.
The puffs are made of silk gauze. A big silk gauze tie (this fabric has the most amazing stand ever) is attached at the back, a small silk tie adorns the forehead.
Gut erkennbar, die leicht gebogene Form des Aufsatzes.
Please note the slightly bend shape of the head piece.
Im Gegensatz zum Modekupfer habe ich auf eine Feder verzichtet.
I skipped the ostrich feather shown in the plate.
Die Seidengaze-Puffen
The silk gauze puffs
Die große Schleife am Hinterkopf
The big tie at the back
Die kleine Schleife vorn
The small tie at the front

Die Aufsätze gibt es in unzähligen Ausführungen, mal neckisch klein, mal etwas ausladender. Zumeist üppig ausgeschmückt, dabei elegant und zugleich kurios.
Die Aufsätze wurden sowohl offen als eine Art Kranz getragen, der auf der Frisur saß, als auch in Form eines Demi-Bonnets, mit einer eingearbeiteten Haube.
The head pieces were common in different varieties, some whimsically small, others joyfully big. Often fully embellished, and at the dame time elegant and coy.
These head pieces were worn open, like a wreath on top of the hairdo, and also as a demi-bonnet with a cap crown attached.
1795, November, Tafel 32, Journal des Luxus und der Moden, Modenneuigkeiten (Quelle/source: thulb Uni Jena)
Zu diesem Zweck fertigte ich eine Haubenkrone aus Baumwollorganza, die mit wenigen Stichen in den Aufsatz eingenäht werden kann, fertig ist das Demi-Bonnet.
For this purpose I assembled a cap crown made of cotton organdy, which can be attached to the head piece with just a few stitches, and there we have a demi-bonnet.
Und damit ist der Kopfputz noch ein wenig schrulliger.
And this way the head dress looks even more eccentric.
Auch den Haubeneinsatz gab es in verschiedenen Größen. Vermutlich abhängig davon, wie modebewusst und mutig die Trägerin war - heute, wie damals!
The attached cap came in different sizes, too. Probably depending on the fashionable sense and bravery of the wearer - today and back then!
Ein augengefälliges Zusammenspiel
An eye-pleasing combination
Wagemutige Damen vortreten!
Bold ladies step forward!
 
Selbstverständlich kam der herrliche Aufsatz für einen Halb-Anzug auch schon zum Einsatz. Und welcher Anlass würde besser dazu passen, als ein morgendlicher Besuch in Herzogin Anna Amalias offiziellen Amtssitz im Wittumspalais in Weimar?
Of course this lovely head piece with a half dress was already worn. Could there be a better appointment than a morning visit to Duchess Anna Amalias official residence the Wittumspalais in Weimar?
(copyright Julia Bennett Nelsen, The Bohemian Belle)

Gemeinsames Warten auf Herzogin Anna Amalia im Flur zum Grünen Salon
Waiting for Duchess Anna Amalia in the hall to the Grüne Salon
 
Wittumspalais, der Grüne Salon (copyright F.Robardey)



Mittwoch, 2. November 2016

Sage dem Kutscher, er soll das Korb-Chaisgen um 3 Uhr anspannen. Ich will zu dir hinaus kommen.

Während sich gestern Morgen der ein oder andere Westfale mit den Nachwirkungen einer hier noch recht neuen angelsächsischen Tradition herumplagte, beschlossen wir einige weimarische Bekanntschaften zu vertiefen und machten uns auf den Weg ins...Rheinland!
Unsere Visite führte uns nach Düsseldorf in das Goethe Museum (Anton und Katharina Kippenberg Stiftung), wo uns Johann Wolfgang von Goethe, Herzogin Anna Amalia, Friedrich Schiller, Otto Philipp Runge, Angelica Kaufmann, Martin Gottlieb Klauer, Johann Friedrich Tischbein, Christiane Vulpius, Johann Nepomuk Hummel und noch viele werte Bekannte erwarteten.
Tell the coachmen to get the carriage ready for 3pm. I'm going to visit you.
While some Westphalians probably still suffered from fairly new english traditions yesterday morning, we decided to deepen our weimarian acquaintanceships and therefor went off to the...Rhineland!
Our visit took us to Düsseldorf's Goethe Museum (Anton und Katharina Kippenberg Stiftung), where we met Johann Wolfgang von Goethe, Duchess Anna Amalia, Friedrich Schiller, Otto Philipp Runge, Angelica Kaufmann, Martin Gottlieb Klauer, Johann Freidrich Tischbein, Christiane Vulpius, Johann Nepomuk Hummel and many more famous celebreties.
Billet von J.W.von Goethe and Frau Charlotte von Stein. Der Inhalt dieses "Zettelgens" war die Vorlage für die heutige Überschrift.
Letter from J.W.von Goethe to Mrs Charlotte von Stein. The content of this little sheet was today's inspiration for the headline.

Das Museum der Anton und Katharina Kippenberg Stiftung ist im Schloß Jägerhof beheimatet. Das herrliche Gebäude beruht auf Bauplänen von 1748 des Aachener Baumeisters Johann Josef Couven. Im Jahr 1772 wurde es fertiggestellt.
Goethe hat es zwar nie explizit erwähnt, aber er weilte 1774 und 1792 im nahen Pempelfort bei der Familie Jacobi, also in unmittelbarer Nachbarschaft des Jägerhofs.
The Museum of the Anton and Katharina Kippenberg Stiftung is housed in the Schloß Jägerhof. The beautiful building is based on architectual plans from 1748, made by Johann Josef Couven from Aachen. It was finished in 1772.
Goethe never named the buidling in his writings, but he stayed in Pempelfort with the Jacobi Family in 1774 and 1792, which is situated in the close neighbourhood of the Jägerhof.
Heute liegt das schöne Haus mitten in der Stadt neben dem Hofgarten...inmitten des Trubels eine Oase der Ruhe.
Today the beautiful building is in the center of the town next to the Hofgarten...an oasis of tranquillity in the midsts of the hectic city.

Unzählige Ausstellungsstücke (die eigentliche Sammlung umfasst 35.000 Stücke) in 11 Räumen legen Zeugnis ab über Goethes Leben und Werk.
Plenty of exhibition pieces (the entire collections has 35.000 objects) in 11 rooms tell an amazing story of Goethes life and work.
 
Die Räume sind thematisch und chronologisch nach dem Leben und Werk Goethes ausgelegt. Die Exponate sind in gut beleuchteten Räumen ausgestellt und ermöglichen auch ein Studium aus nächster Nähe.
The rooms are chronologically and thematically arranged after Goethe's life and work. The exhibits are displayed in perfectly illuminated rooms and allow to study them in close-up.


Die Ausstellungsstücke lassen das Herz schnell höher schlagen und sind in einer interessanten Mischung aus Handschriften, Druckerzeugnissen, Gemälden, Büsten und Gegenständen des täglichen Lebens zusammengestellt. Ich hoffe, der folgende kleine Eindruck der Sammlung wird einige meiner Leser in das Museum locken.
The exhibits let my heart beat faster, it's an interesting mix of hand writings, printed matters, paintings, busts and daily objects. I hope, the following impressions will attract my readers to visit the museum.
1780, Martin Gottlieb Klauer, Herzogin Anna Amalia
1795, Johann Friedrich August Tischbein, Luise von Sachsen-Weimar-Eisenach (1757-1830)

 Nadeldose in Wedgewood Manier. Ein Geschenk der Herzogin Anna Amalia an Luise von Knebel.
Needle case in Wedgewood style. A gift from Duchess Anna Amalia to Luise von Knebel.

 1804, Friedrich Schiller, Karten Almanach mit Figuren aus „Die Jungfrau von Orleans“, Tübingen Cotta’sche Buchhandlung

 In dem Raum über das Leben Goethes in Weimar findet sich eine originalgetreue Miniatur von Goethes Wohnhaus am Frauenplan in Weimar.
In the room about Goethe's life in Weimar is a lovely miniature of his house in Weimar at the Frauenplan.
Goethes Carte de Visite (1823?)

Johann Nepomuk Hummel, Portrait Medaillon und Schmuck aus dem Besitz Elisabeth Hummel

Christiane von Goethe née Vulpius (1765-1816)

Pastell, zeitgenössische Kopie der tanzeden Grazien von Angelica Kauffmann (Das Original befindet sich im Vorarlberger Landesmuseum, Bregenz)
Pastell, contemporary copy of the three graces by Angelica Kauffmann (The original is in the Vorarlberger Landesmuseum, Bregenz)

In der zweiten Etage der Ausstellung befinden sich Exponate zu Goethes Italienreise. Im Bild eine Karte von Rom.
On the second floor are exhibits from Goethe's journey to Italy. Shown above is a map of Rome.

Kopf des Apoll von Belvedere

Im Obergeschoss des Jägerhofs ist eine weitere dauerhafte Sammlung untergebracht. Es handelt sich dabei um die Porzellansammlung Stiftung Ernst Schneider. Porzellan des 18.Jahrhunderts verschiedener Manufakturen - vor allem die beliebten Chinoiserien - wird in zwei entsprechend eingerichteten Räumlichkeiten ausgestellt.
On the upper floor of the Jägerhof is another permanent collection. It's 18th century porcelain, mainly chinoiserie, from the Ernst Schneider Stiftung. The stunning white gold is kept in displays along the walls of two rooms.
Entlang der Wände sind die herrlichen Vitrinen. Der erste Raum verfügt zudem über eine Galerie, die zugänglich ist.
Along the walls are plenty of glass chests. The first room also has a gallery, which is accessible.
Noch mehr Porzellan und Tafelsilber befindet sich im zweiten Raum.
More porcelain and cutlery is assembled in the second room.


Einige wunderbare Details im chinesischen Stil.
Some fabulous details in chinese style.

Eine Übersicht über den ersten Raum, in dem auch Vorträge stattfinden.
An overview of the first room, where lectures are taking place.

Ein wirklich lohnenswerter Besuch, den ich sicher bald wiederholen werde, denn es gibt erstaunlich viel zu entdecken.
A wonderful and valuable visit, I'm sure I will return again soon to discover more.

1783, Das Göttliche, Handschrift Johann Wolfgang von Goethe

Edel sei der Mensch
Hilfreich und gut
denn das allein 
unterscheidet ihn
von allen Wesen
die wir kennen.

Let man be noble
generous and good
because that alone is
what makes the difference
from all other beings.