Freitag, 15. Februar 2013

Half Stays a la Paresseuse

Eigentlich war es meine Absicht mitten in der Arbeit an einem Schnurunterrock aus den 1830ern zu stecken, aber mir ist beim Ankleiden meiner 1818 Garderobe aufgefallen, dass mein Kurzmieder ("short stays") endgültig ausgedient hatte. Also kramte ich mein Muster der "Night stays" wieder hervor und begann mit der vertrauten Arbeit.
Während des Nähens kam mir der Gedanke, dass die Herstellung eines Kurzmieders doch auch eine interessante Angelegenheit für unser wöchentliches "Nähkränzchen" wäre. Statt damit zufrieden zu sein, das vorhandene Schnittmuster anzupassen, kramte ich das Lady's Stratagem hervor, um mir einige Aufzeichnungen zu machen...und dann stieß ich in dem Text, der dem kleinen Diagramm vorausgeht, auf eine überraschende Stelle:
"...dieses Kurzmieder ist dem Model mit den Rückenbändern gleich, bis auf..."
Das erwähnte Model hat einen Rückenverschluß!
Actually it was my intention to be absorbed with the work on a 1830s corded petticoat by now, but while recently dressing up in my 1818 garments I realized that my "short stays" have faded beyond mending. I fetched my paper pattern form the "Night stays" and started to assemble the familiar garment.
While sewing it came to my mind that this might be an interesting project for our weekely sewing circle.
Instead of just altering the pattern, I read the chapter in the Lady's Stratagem again, to add some notes...and then I stumbled upon an interesting line in the text, which accompanies the little diagram:
"...these are the same as stays with long straps..."
And said stays with long straps have back closure!

Wie hatte ich diese entscheidende Stelle nur überlesen können? Ich war ziemlich bestürzt und las den gesamten Abschnitt über die Mieder und Korsetts und siehe da, alle erwähnten Stücke hatten einen Rückenverschluß und noch dazu wurde an keiner Stelle die Bezeichnung "short stays" gewählt, sondern der Begriff "half stays".
Hatte ich mich durch all die "short stays", die im Netz als gängige Rekonstruktionen zu finden sind, in die Irre führen lassen...und überhaupt, welches Original liegt denn dann den "short stays" zugrunde?!
Ich begab mich auf die leider ergebnislose Suche, denn ich fand nicht ein einziges Paar mit Frontverschluß und gerader Abschlußkante...
Glücklicherweise wurde mein verzweifelter Hilferuf von befreundeten hist. Schneiderinnen Julia, Lyze, Natalie, Alessandra and Aylwen (Dankeschön!) erhört und beantwortet, allerdings brachten die Hinweise letzendlich ähnliche Ergebnisse, wie zuvor meine Suche...natürlich waren da Korsetts und Mieder mit Frontverschluß, nämlich jene Korsetts aus der Übergangszeit der Mode vom Rokoko zum Empire.
How on earth could it happen that I've overread that introduction line? I was deeply embarrassed and read the whole chapter on stays and corsets again and found out, that all mentioned pieces had back closure, and furthermore I didn't find any mention of the term "short stays", but "half stays".
I have to admit that I was probably mislead by all those reconstructed "short stays", which are so common on the net...but what original garment was the base for all these "short stays" I wondered!?
I searched...unfortunately in vain, not a single pair with the common combination of front closure and a straight edge on the lower hem...
Luckily my desperate cry for help among fellow historical costumers was heard and quickly replied by Julia, Lyze, Natalie, Alessandra and Aylwen (Thank you!), though all the hints ended in almost the same results...of course there are stays/corsets with front closure, but these were transitional stays, which were common from the transition from Rococo to Empire fashion.

Für diesen Übergangsstil gibt es übrigens einen wunderbaren Schnitt aus dem Hause Past Patterns.
For these transitional stays a wonderful pattern is available from Past Patterns.


Aber diese beiden Originale dienten nicht als Vorlage für die "short stays", sondern ein Kupferstich aus dem Buch "The Book of English Trades, or the Library of useful Arts, 1811", das erstmals als dreibändige Ausgabe im Jahr 1804/05 auf den Markt kam.
In jener ersten Ausgabe, sowie in der folgenden von 1807 war ein anderer Kupferstich eingefügt, als in der späteren Ausgabe von 1811.
Ich erlaube mir zunächst einen Blick auf das Original der ersten Ausgabe, nämlich diesen Stich:
But these two originals weren't the inspiration for the "short stays", but an engraving from
"The Book of English Trades, or the library of useful arts, 1811", which first edition in three Volumes was first puplished in 1804/1805.
In this  print, and the following from 1807 we'll find a different engraving than in the 1811 edition.
Now please allow me to show the earlier engraving:

Eine Anprobe, die aber keinen wirklichen Hinweis auf ein Korsett oder etwa "short stays" liefert. Vielleicht verbirgt sich etwas in dem dazugehörigen Text (Übrigens empfehle ich dem link zu folgen und den Text in seiner Gänze zu lesen, er ist wirklich interessant).
A fitting, but no hint on corsets or "short stays". Maybe the text reveals more (Please, I highly recommened to follow the link and read the whole chapter of the book, it's very interesting).


Wir erfahren, dass die Unterwäsche, wie auch die Oberbekleidung einem Wandel unterworfen ist (hier: von der Mode des Rokoko zum Empire), aber erhalten keinerlei Hinweis auf "short stays".
Auch der nächste Text, gibt nicht wirklich Aufschluß, dennoch sei er hier erwähnt, denn im Gegensatz zu dem Text oben, hält er auch Einzug in die spätere Ausgabe ab 1811.
We learn, that fashion and underwear are always in change (here: from Rococo to Empire), but no clue on "short stays".
The following text also has no mention, but I share it, because that sentence will be published in the later edition, too, while the text above is cancelled.



Bevor wir uns die spätere Ausgabe ansehen, bleiben wir noch einen Augenblick in der Zeit um 1804 und wagen einen Blick in das deutsche Modejournal "Journal des Luxus und der Moden". Folgender Text ist ein Auszug aus dem "Modebericht von 1804":
Before looking at the later edition, we shall remain in the year 1804 and take a peek in one of the common German fashional journals "Journal des Luxus un der Moden". The following text is an excerpt form "Modebericht 1804":

„…die zweite Novität sind die Corsets elastiques, aus sehr dauerhaftem englischen Gurt, die, ohne dem Körper jene altmodische Steife Haltung zu geben, doch dazu beitragen, ihn vor den der Grazien so entfernten Embonpoint („Körperfüllle“) der leicht durch gänzliche Aussetzung alles Schnürens auch bei der allerschlankesten Gestalt entsteht, vorzubeugen, und die Formen des Körpers ganz leise in den schönen Wellenlinien der Natur zu erhalten. Diese Corsets tragen sehr viel bei der ganzen Gestalt eine dem Auge wohltuende Richtung zu geben.“

„…the second novelity are the corsets elastique, made of very dense english fabric, which, without pushing the body into the oldfashioned stiff posture, help those being embonpoint  („voluptuous“) and far away from the graces, to prevent a shape, which without lacing may even occur to very petite ladies, and to achieve a lovely natural wave shape. These corsets support the shape and delight the eyes…“

 Leider ist dem Text kein Bildmaterial zugefügt. 
Es gibt sowohl in der Sammlung des Kyoto Costume Institues einen Korsetttypus, der sich "Korsett Elastique" nennt (allerdings vom Museum auf 1790 datiert wurde), als auch ein Korsett, das in der Zeit des Consulat unmittelbar um 1800 scheinbar sowohl über, als auch unter dem eigentlich Kleid getragen wurde.
Unfortunately there are no engravings or plates added for explanation.
There's a certain type of corset in the Kyoto Costume Collection, which is called "Corset Elastique" (though it was dated 1790 by the museum), but there's also a soft corset type, worn during Consulat around the year 1800, which seems to be acceptable to be worn either under the dress or on top.

1790 Corset elastique, Kyoto Costume Institute

Aber kommen wir zurück zum "Book of English Trades, or Library of usful Arts" und dem Stich, der die Grundlage für die heute rekonstruierten "short stays" bildet. Erstmals war er in der Ausgabe von 1811 und blieb dort unverändert bis 1818.
Back to the "Book of English Trades, or Library of usful Arts" and the engraving, which influenced most of today's reconstructed "short stays". 
It was first published in the 1811 edition and was still in use in 1818.

Hier sehen wir ein Korsett/Mieder mit Frontschnürung, allerdings hat es Zaddeln am unteren Rand und ähnelt sehr den noch kurz vor 1810 modischen Übergangskorsetts.
Here we have a corset/stays with front lacing, but it has tabs at the lower edge and it is still very similar to the transitional stays, which were in fashion until c. 1810.

Für die Zeit um 1810 gibt es noch weitere Quellen, die wir auf der Suche nach "Short Stays" zu Rate ziehen können. Zum einen ist da der berühmte Ratgeber "The Mirror of Graces" von 1811
For the time around 1810 we have further written sources, which we could search for "short stays". For example the famous book "The mirrow of graces", 1811


Wie es scheint, kamen zu dieser Zeit die langen Korsetts in Mode. Leider ist auch im folgenden Text nur von dieser Neuerung die Rede und von der zuvor gefrönten "Griechischen Freiheit" - kein Wort über "short stays".
It seems that around this time the long corset came into fashion. Unfortunately only this type of corset and the "Grecian Gracefulness" is mentioned in the further reading  - no word on "short stays".

Auch der erneute Blick in das "Journal des Luxus und der Moden", diesmal aus dem Jahr 1811, verweist den Leser lediglich auf die neu in Mode gekommenen langen Korsetts. Auszug aus dem "Modebericht aus Paris, 1811":
Even the German fashion journal "Journal des Luxus und der Moden" from 1811, only refers to the newly invented long stays. Excerpt from "Modebericht aus Paris, 1811"

„…man hat vordem sehr gegen die Schnürbrüste und Corsets gepredigt, und unsere Damen trieben die Griechheit fast bis zum Stande der Natur. Aus diesem Extrem fallen sie jetzt in ein anderes. Sie schnüren sich nicht bloß wie ehedem und umgeben sich mit Fischbeinleibchen und Corsets, sondern die heutigen Corsets sind größer und stärker als sonst. Ein heutiges Corset presst nicht bloß den Magen, die Taille, die Schultern, sondern drückt und presst den Oberkörper so zusammen, dass eine so gepanzerte Dame sich kaum bewegen kann.“

„…there was a lot of arguing against those stiff laced stays and corsets before and our fashionable ladies nearly pushed the new „Grecianism“ to pure nature. From these extreme they now fall into another. They not only lace themselves as before and wear boned stays and corsets, but today’s corsets are even larger and stronger. Today’s corset does not only squeeze the stomach, the waist and shoulders, but squeezes the whole bodice, thus the armoured lady can hardly move…“


Paris? Das konnte eine gute Spur sein, nachdem das Augenmerk zuvor englischen und deutschen Quellen galt.
Wie immer sind die "Costume Parisien" Modekupfer eine wunderbare Quelle und tatsächlich, dort findet sich ein "Corset en X", das nicht zu den langen Korsetts gezählt werden kann. Aber es hat keinen Frontverschluß, sondern wird mittels Schnüren vom Rücken her geschlossen.
Paris? Well that could be a trace, after examine the English and German fashion magazines.
The "Costume Parisien" fashion plates a reliable source and really there's a "corset en X", which does not belong to the category of long corsets. But it has no front closure either, but is closed with ties from the back.

Und unglaublich, aber wahr, es gibt sogar ein Original, das dem Kleidungsstück auf dem Modekupfer ähnlich ist!
And, unbelievable but true, there's an original, which resembles the garment on the fashion plate!
Corset Museum Galliera

Über dieses Korsett gibt es bereits eine wunderbare Recherche und Schnittmuster auf den Seiten von Corsetra Design und Daffodown Dilly Regency Era Wrap Stays.
In diesem Zusammenhang soll auch das Korsett "Brassiere" vom Kyoto Costume Institute der vollständigkeit halber nicht unerwähnt beleiben. Auf der Seite Living with Jane findet sich eine wunderschöne Reproduktion. Eines der wenigen Korsetts mit Frontverschluß, es liegt die Vermutung nahe, dass dieses ungewöhnliche Korsett möglicherweise einem bestimmten gesundheitlichen Zweck diente.
There's already done lots of research on this particular corset by Corsetra Design and Daffodown Dilly Regency Era Wrap Stays.
For complete record I would also like to mention the "brassiere" corset from the Kyoto Costume Collection.
On Jenni's blog Living with Jane we'll find a lovely reproduction.  One of the rare corsets with front closing, where speculation might lead to the conclusion that it was to serve health issues.

Bisher scheint es kein Beispiel für "short stays" mit Frontverschluß und ohne Zaddeln zu geben, und in all den Journalen war auch niemals die Rede von "short stays", also schließe ich diese Recherche dort, wo ich sie begonnen habe: im Lady's Stratgem.
Ein umfassendes Kompendium aus den 1820er Jahren, dass an vielen Stellen aber noch die vorhergehende Mode aufgreift. Hier finde ich zum ersten Mal ausführliche Beschreibungen nicht nur von langen Korsetts, sondern auch von kurzen Korsetts, die sich aber nicht "short stays", sondern "half stays" nennen.
Es werden drei verschiedene Ausführungen beschrieben:
Stays a la Paresseuse
Night stays oder Brassieres
Half stays oder morning belts
Das erste Paar kann wahlweise in langer und kurzer Ausführung gefertigt werden, die anderen beiden werden nur in einer kurzen Ausführung beschrieben, wobei sie einem langen Korsett ähnlich sind und im Falle der "half stays" sogar aus ihnen gefertigt werden konnten, indem man ein langes Korsett bis auf ca. zwei Zoll unterhalb des Busens einkürzt.
Gemein haben alle einen Rückenverschluß.
Außerdem gibt es bei der Anleitung die Empfehlung, diese Korsetts ausschließlich dann zu tragen, wenn es der Anlass gebietet und nach Komfort verlangt, z.B. während einer Reise in einer Kutsche, während des Morgens oder in der Nacht.
So far there's no example for "short stays" with front closing and without tabs, and there has been no mention of the term "short stays" in the fashion journals, thus I will end my research where I've started it: in the Lady's Stratagem.
It is a period compendium from the 1820s, which descriptions often give hint to prior fashions. Here I not only found detailed decriptions of long corsets, but also of short ones, called "half stays" (to described the stays, the word "short" is used, but whenever the type is mentioned the term "half stay" is period).
There are three different types:
Stays a la Paresseuse
Night stays or Brassieres
Half Stays or Morning belts
The first pair can be made up either in a long or short version, the other two types were only described as short, while they are made up and designed like long stays, in fact the reader is advised to make the half stays using long ones cut two inch below the bust line.
They all have back closure.
And they are recommened only for wear in situations, which call for comfort, such as a carriage ride, early morning or during night.

Nach all der Recherche lag es nahe, die Bequemlichkeit und Trageeigenschaften dieser Mieder mal auf dem "eignen Leib" nachzuvollziehen, also arbeiteten wir die stays a la Paresseuse und den morning belt entsprechend der Anleitung nach.
Hier das Ergebnis (zunächst nur das "Mieder  für Faule", da die Arbeit an dem "Morning Belt" noch nicht beendet ist)
After all the research, it was unevitable to have an attempt on proofing the comfort of these stays, so we assembled the stays a la paresseuse and the morning belt according to the given description.
Here's the result (so far only the "stays for the lazy" are done, the other pair is still in the making)

Die Vorderansicht der 1815-späte 1820er Half Stays a la Pareseusse. Anstelle des Blankscheits der langen Korsetts, wurden vier Stäbe Plastikfischbein eingenäht.
The front of the ca. 1815- late 1820s half stays a la Paresseuse. Instead of the busk four rows of plastic boning are sewn in.

Die Rückenschnürung, die innen angenäht und dann durch die gegenüberliegenden Schnürlöcher geführt wird. Die Stränge (eine halbe englische Elle (=55cm) lang) werden anschließend zusammengefasst und vorne geschlossen. Entlang der Öffnung wurde ebenfalls Plastikfischbein eingesetzt.
The back lacing is sewn onto the inside at the back, then laced through the opposite holes.
The ribbons/cords (half an ell long) are put togther to a bundle and closed on the front. There's one row of plastic bone at the back sides.

An der Seite wurde jeweils ein Streifen Band angenäht, in dem die Verschlußkordeln nach dem Ausziehen abgelegt werden, um ein Verheddern zu verhindern. Die Enden der Schnüre werden mit Hilfe eines Stoffstreifens (ein Finger breit, zwei Finger lang) zusammengefasst. Dieser Streifen wird nochmal umgeklappt und festgenäht, sodass eine Schlaufe entsteht.
There are small strips of ribbon on each side, where the ribbons/cords are stored after undressing, so the cords won't get tangled. The end of the ribbons are fastened into a strip of fabric (one finger wide, two fingers long). This strip is folded and sewn secure into a loop.

Die eingenähten Schnürbänder
The sewn in ribbons

 
Die verzierte Front mit dem "Blankscheitersatz"
The decoratively corded front with the "busk replacement"

Ein kurzer Blick auf den Rückenverschluß des "morning belt"
A sneak peek on the unfinished back of  the "morning belt" and the straps

Nachdem man das Korsett übergestreift hat, werden die zusammengefassten Schnüre nach vorne gezogen.
After putting the stays on, the ribbons are pulled to the front.

Ein weiteres Band wird durch die beiden Schlaufen gezogen und zugebunden.
A further ribbons is attached to the two loops and tied.

Die Schnürung kann jederzeit gelockert oder wieder angezogen werden. Es wird empfohlen dieses Mieder auf Reisen unter einem Kleid zu tragen, das über einen Frontverschluß verfügt, so kann man es jederzeit regulieren.
The lacing can easily be loosened for comfort or pulled tight again. It's recommended to wear this corset under a front closing dress on travels/journeys/carriage rides, thus it can be easily adjusted.

 Historisch belegt und außerdem zaubert es die gewünschte Silhouette...und weiter geht es mit der Arbeit an den morning belt half stays. Und wer weiß, vielleicht finden sich bis dahin auch noch weitere zeitgenössische Quellen?!
Historical accurate and it shapes the desired silhouette...and now off to finish the morning belt half stays. And who knows maybe by then there'll be further period sources to explore?!

Kommentare:

  1. Wow, was für eine ausführliche Recherche. Sehr interessant und es zeigt mal wieder, das Modegeschichte ein ganz spannendes Kapitel ist.
    Ich bin sehr beeindruckt- vor allem auch von dem Endergebnis.
    Die Verschlussart ist sehr innovativ und bestimmt äußerst hilfreich, wenn die Ankleidedame frei hat...;)


    Danke fürs Zeigen!

    Schönen Tag
    Liebe Grüße aus dem nördlichen Norden!
    Ute

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  2. Und da denkt man, das mit den Stays im Empire war ja so einfach und übersichtlich...

    Unglaublich interessant, was Du an Informationen alles zu Tage gefördert hast. Vielen Dank, dass Du die Ergenisse Deiner Recherche mit uns teilst.

    Beeindruckend auch die Umsetzung der Stays. Sie sehen nicht nur optisch schön aus, sondern sind mit dieser Art des Verschlusses auch sehr praktisch, da man sie alleine anziehen kann.

    LG
    Emily

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  3. Wow, ich bin leicht schockiert und kann nur noch mit Scham an meine eigene Empire-Unterwäsche denken!
    Vielen Dank für diese ausführliche Beschreibung, ich bin sicher, das sie mir zukünftig viel helfen werden.
    Diese Schnürung mit den vielen Bändern konnte ich letztes Jahr in Berlin schon an einem Original bewundern, dies war allerdings ein langes Korsett aus den späteren 1820gern. Das dies auch in der kürzeren Variante angewendet wurde find ich fazinierend!
    LG, Kerstin

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    1. Diese Schnürung ist wirklich unglaublich komfortabel und erleichtert das Ankleiden ungemein. Bei meinem nächsten "langen" Korsett werde ich diese Schnürung (dann mit vier statt zwei Bündeln) auch ausprobieren.

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  4. Dear Sabine,
    Good morning! Excellent post: it gives me a great deal to think about. The stays paresseuse seem both practical and comfortable. Pity they were not ordinary wear.

    As for ideas for further research, you may have already done the below, but still, here are some ideas.

    There were encyclopedias of the arts and sciences published in several languages in the early 1800s. Sometimes they were continuations of 18th century efforts -- and might have addenda cvolmes. Since the 18th century versions often offered detailed stay-making articles, I'd look there.

    Then too, a trip to the Gallica site might be in order: there are the most varied documents in that collection! Then I might visit VADS (you never know), Spain's Imatex, and the Bibliotheque des Arts Decoratifs, and maybe even the American Smithsonian library. Wonder if the home of Luxus und der Moden might have more that we don't know about? Again, you never know.

    Finally, if it were me, I'd type the word "stays" and also "stay-making" in English, German, and French into Google's images search function, and browse the results thoroughly. I've uncovered online library resources from Spain, eastern European, and NZ and Australia that way. Once in the library, I've started searching their other online holdings.

    Very best,

    Natalie

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  5. Sehr interresant und die neuen half stays sind echt toll. Gut gemacht, wie immer ;)

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    1. Vielen Dank...auch für Deine Hilfe in Sachen Bildmaterial :)

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  6. Dear Sabine,

    I found the term "short stays" in use! Se "An Essay on the Law of Patents", 1803, at http://books.google.com/books?id=ydY1AQAAMAAJ&dq=stays&source=gbs_navlinks_s. Look up "stays" and you will see the following:

    Stays - James Gayleard; for for long stays, short stays, and corsets on an improved construction. February 1, 1803.

    So, the term was in use, as was "corsets" and long stays were already being made.

    Very interesting.

    Very best,

    Natalie

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    1. What an amazing find! Thank you for sharing more input on this research, Natalie.
      Almost all texts, which I've read mentioned the developement of new (corded & strong) long stays around 1810. I wonder how quickly the patent spread throughout the fashion world and wether the use of "short" and "long" closely around the year 1800 referred to the creation/shape of a "long waist" like common in the fashions of the late 18th century or the new fashionable grecian "short waist", rather than the amount of fabric and the actual lenght of the garment?!
      If only we would have access to letters, registers, account books, private painting collections etc, to get an idea what the descriptions would have looked like in real...

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  7. http://www.flickr.com/photos/jubileel/4584961055/in/set-72157624008338276

    Short stays, 1790's from my personal collection. There are more photos up on the flickr site.

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    1. Thanks for sharing the pictures of your beautiful transitional stays.

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  8. It's an excellent post! (I admit, I saw it coming by all the digging and searching you've did. It could only end with an excellent and very informative post! Thank you!) And I love the look and silhouette of the Paresseuses!

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    1. Thank you so much for the comment and for your wonderful help with the sources from "Journal des Luxus und der Moden" :)))

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  9. What informative research, Sabine! Your new stays are lovely. They provide the right shape and look super easy to put on. It seems like you must have spent some time puzzling out how to construct, or at least how to lace, them.

    I have to confess to having made a pair of straight-bottomed front closing stays... But they're so much easier to put on then my full length back closing stays! And faster to put on, too.

    Best,
    Quinn

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    1. Thank you! These stays are highly comfortable, if only I've known before (as I have two front closure "short stays" with straight bottom edge in my wardrobe, too).
      The stays a la Paresseuse were also known in a long version. Instead of adding cords/ribbons gathered in two bundles, you have to collect the ribbons in four bundles - you can easily alter your long stays if you sew the ribbons on the back side between the eyelets, then put them through the eyelets on the opposite side, bring them back over the boning and form two bundels on each side of the long center back. You won't need help with dressing anymore! It's fanatstic! The ladies back then have been so clever!!!

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  10. Wow das Korsett sieht einfach genial aus und ist dir wie immer sehr gut gelungen. Danke für die interessanten und zahlreichen Informationen. :)

    Liebe Grüße Anne

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  11. que maravilla, me encanta este blog, la ropa antigua a veces nos resulta una incognita. Yo no sabía que los sugetadores eran asi!!!! te felicito sinceramente.

    www.minisantonia.blogspot.com

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    1. Muchas gracias para el comentario - thanks a lot!

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  12. Your new half stays are spectacular! The lacing method is fantastic!

    And thank you for sharing your wonderful research!

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  13. Sabine, I don't know if you will get this since this post is older and I am responding on it but its worth the try. I was really inspired by your corset above and looking at what you did I am trying to make a copy of yours. I hope you don't mind. Anyway, I put gussets in the bust area but the end result is it flattens my bust not cups it. Should I make the gussets wider? I am assuming that would make it work but I wanted to check. If you do see this comment/query can you respond my emailing me at decoangel@gmail.com? Thanks. I have a regency event to go to in May and I decided to make the corset before I am the dress. Cheers.

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  14. What an interesting and helpful article on stays! I'm really enjoying perusing your blog. I've added it to my reader. :)

    What is your opinion about these stays at the MET in New York? http://www.metmuseum.org/collections/search-the-collections/104428

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    1. Thank you very much for your lovely comment, Jay! I'm glad you like the information.
      As for the corset in the met museum. This was actually not an undergarment, but a corset (french term for bodice) or corselet, which means it was worn on top of the dress. These are very decorative and made of silk. The corset/corselets came in lots of different shapes and colours as well as decorations. Very early pieces (dating late 1790s/early 1800s) used to be embellished around the edges with gilt ribbon (as described in the period journal 'Journal des Luxus und der Moden')
      I've re-created a different style in a previous post, if you're interested, please take a peek here: http://kleidungum1800.blogspot.de/2012/05/1801-corset-de-soie.html

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  15. Hi! I really want to start making costumes for the period 1794-1799, the "somewhere there in between" (not quite the empire waist but not quite the natural either) kind of dresses and now I'm trying to figure out what kind of stays I should make... What is your favourite for this period? I was thinking making these http://www.metmuseum.org/collections/search-the-collections/107910?img=0 but I'm not sure. I love the transition stays but ugh, so much work! Why do I always have to pick the ones that take so much time to make... :D

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    1. Dear Sanna,

      thank you ver much for your comment.
      If you intend to go for the very late 1790s a pair of 'transitional' stays would indeed be a very good choice. If you want to stretch from the mid 1790 to the late, the pair of stays, you've in mind from the met collection would be a very good option. It still has the shape of the earlier stays, but a different bust. You could also go for a pair of stays according to J.S. Bernhardt as his studies are related to an English book on stays from the early years of 1800 (and for that a tad earlier).
      He has designed the stays after the construction of 18th century stays with a still prolonged construction covering the hips, but with the desired 'empire' bust-line. (Plus a great bonus: they are highly comfortable to wear)
      The half stays in this post, however are to set more in the direction of the 1820s.
      Hope this has helped you, otherwise please don't hesitate to ask.
      Good luck on your new project :)
      Sabine

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  16. Hi!

    A very interesting post indeed! Thank you!

    I stumbled across these http://www.metmuseum.org/collection/the-collection-online/search/86421

    Could it be possible there is a typo and they are really from 1816 or something? Or are they a maternity " bra " of some sort? They don't look like late 19th century at all though.

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    1. I'm afraid there are some pieces out there, which never ever will reveal their secret to us.
      This piece COULD originally be from the 1810s to late 1820s, but then it must have been alter a lot in shape throughout the years. It now has stretching straps, which haven't been around in th 1810s/20s, maybe someone has cut off the original straps and replaced them. It has lacing on back and front and no bust gussets at all. It's hard to tell why and when it was altered and what purpose it serves and when it was worn. Or if it was entirely made up like that in a later decade.
      The only thing we can say for sure is that it's an unusual and uncommon garment.

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  17. that looks amazing. really comfortable and support for fuller breast. Is there a pattern anywhere? I'm not a sewer myself but would like to get a couple made for everyday wear as an alternative to modern bras

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    1. Thank you! I usually work with historic patterns or my own draped & drafted patterns, but you can basically take every commercial short stays pattern and change it accordingly, which means: instead of the front closure, you have to assemble a back closure and add the strings coming around to the front.

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